BANDS

PACO MENDOZA FEAT. COSA NUESTRA & FRIENDS

MATTAFIX


Paco Mendoza ist ein Weltbürger der Musik. Regional verankert und über Kontinente hinweg vernetzt. Ein musikalisches Kraftzentrum, das in ganz unterschiedlichen Konstellationen aktiv ist. Als Gitarrist und Sänger, als Songschreiber und Arrangeur, als Produzent und DJ. Er kombiniert südamerikanische und karibische Einflüsse, schreibt seine Texte auf spanisch, deutsch und englisch. Ein Grenzgänger der Kulturen, der in Köln lebt und mal eben in London mit dem britisch-russischen HipHop-Produzenten DJ Vadim sein Debütalbum „Consciente y positivo“ fertiggestellt hat. 17 entspannte Songs zwischen Latin-Folk und rollenden Ragga-Riddims. Durchgehend spanische Lyrics in einem internationalen Pop-Entwurf, der seine Basis wiederum in der boomenden Reggae-Szenerie in Deutschland hat. „Ich schätze diese vielfältige Zusammenarbeit mit wechselnden Produzenten und die Live-Situation in den Soundystems“ sagt Paco Mendoza. „So bin ich letztlich beim Reggae gelandet, wo es ja ohne weiteres möglich ist, südamerikanische Stile wie Cumbia zu integrieren.“

Geboren in Argentinien, kam Nils „Paco“ Leske Mendoza nach kurzen Stationen in Nicaragua und Honduras mit fünf Jahren nach Deutschland. Seine Mutter stammt aus Peru, der Vater aus Paraguay. In München fanden sie eine neue, feste Heimat. „Musik hat mich begleitet, seitdem ich denken kann“ erzählt er. „Wobei Bob Marley sicher zu den ganz frühen Einflüssen gehört, kombiniert mit eher diffusen Eindrücken aus Südamerika.“ Sein zwei Jahre älterer Bruder Andreas alias Don Caramelo, der bei der Urformation der Münchner Rap-Crew Blumentopf dabei war, sorgte zudem für eine frühe HipHop-Begeisterung. De La Souls „Me, Myself & Eye“ war Mendozas erste selbstgekaufte Single, aber auch Punkrock hielt ihn mit seiner Schülerband eine zeitlang in Atem. Doch Mendozas „erste Liebe“ zum Reggae setzte sich schließlich durch. Er beginnt spanische Raggamuffin-Songs zu schreiben und begleitet Don Caramelo zu den Auftritten seiner neuen Crew Les Babacools. Parallel dazu treiben die Brüder ein gemeinsames (deutschsprachiges) Dancehall-Reggae Projekt namens Raggabund voran, mit dem sie bald an die landesweit vernetzten Soundsystems andocken. Eine besonders enge Verbindung ergibt sich mit Silly Walks aus Hamburg, auf deren Sampler „Songs of Melody“ sie 2002 bereits vertreten sind. Zwei Jahre später entsteht - als Caramelo Criminal - ein gemeinsames Album auf Spanisch. „Ich habe mir damals das Pseudonym Criminal zugelegt, um all diese Projekte klar von den Solo-Geschichten abzugrenzen.“

Mit seinem Debütalbum „Consciente y positivo“ bringt das Team Vadim/Paco Mendoza eine neue, progressive Facette ins internationale Singer/Songwriter-Spektrum. Getragen von Reggae und HipHop erzeugen sie ein atmosphärisch dichtes Crossover voller feiner Details, ohne dabei den Faden zu verlieren. Kein hektischer Stilmix, sondern ein stilvoller Umgang mit vielfältigen Sounds. Paco Mendoza hat die nächste Stufe gezündet. Mit einem Album, das noch weite Kreise ziehen wird.